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Politische Forschung

Forschung zu Wahlen und Abstimmungen

In der Politikwissenschaft hat der Einsatz von demoskopischen Instrumenten einen fixen Platz. Die durch Umfragen abgedeckten Themenbereiche sind sehr vielfältig und reichen von der Erhebung von Wertvorstellungen, politischen Meinungen hin zu Parteienpräferenz und Wahl- und Abstimmungsverhalten. Insbesondere letzteres weckt je nach Stimmungslage das Interesse der Medien. Dabei geht oftmals vergessen, dass Umfrageergebnisse zu Wahlen und Abstimmungen eine Annäherung an die Realität mittels wissenschaftlicher Methoden und nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung darstellen. Es handelt sich - wie bei allen Sozialwissenschaftlichen Methoden - nicht um ein exaktes Abbild der Realität. Da den Umfrageresultaten ein konkretes Abstimmungresultat gegenüber gestellt werden kann, sind die Erwartungen hinsichtlich "Prognosegenauigkeit" sehr hoch, was die korrekte Bezeichnung von Gewinnern und Verlierern betrifft. Erreicht eine Partei zum Beispiel ein Wahlresultat von 51% und die Umfrage hat ein Resultat von 55% antizipiert, dann wird die Prognose als treffend betrachtet. Lag das Umfrageresultat jedoch bei 49%, wird sie als ungenügend betrachtet, obwohl sie statistisch gesehen näher am effektiven Resultat liegt.

Aufgrund der grossen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sind die vsms swiss interview institute®, die politische Forschung betreiben zur Einhaltung besonderer Richtlinien verpflichtet.

 

> vsms Standesregeln kurz (pdf)

> vsms Reglement zu Wahl- und Abstimmungsforschung (pdf)

 

link presserat

link Richtlinie Meinungsforschung

 

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Laufende Umfragen zu politischen Themen

12. September

Die zweite Trendstudie des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR zur eidg. Abstimmung vom 23. September 2012 ist erschienen.

Wäre bereits zu Beginn des Monats über die drei eidgenössischen Vorlagen abgestimmt worden, hätten die beiden Volksinitiativen "Sicheres Wohnen im Alter" und "Schutz vor Passivrauchen" im Vergleich zum ersten Befragungszeitpunkt an Unterstützung verloren, allerdings unterschiedlich viel. Die Meinungsbildung scheint insbesondere beim Thema Passivrauchen fortgeschritten, nicht aber beim Thema Wohneigentum. Entsprechend ist in den 19 Tagen bis zur Abstimmung noch einiges möglich.  Methodensteckbrief
 

Claude Longchamp, Martina Imfeld, Stephan Tschöpe, Meike Müller, Sarah Deller

 

20. August

Die erste Trendstudie des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR zur Abstimmung vom 23. September 2012 ist erschienen. Wäre bereits Anfang August abgestimmt worden, hätten sich 38% der Bevölkerung an der Abstimmung beteiligt. Alle drei Vorlagen ("Schutz vor Passivrauchen", "Sicheres Wohnen im Alter" sowie "Jugendmusik Förderung") wären angenommen worden. Jedoch: Weder die Mobilisierung noch die Meinungsbildung sind damit schon abgeschlossen. Methodensteckbrief

Claude Longchamp, Martina Imfeld, Stephan Tschöpe, Meike Müller, Sarah Deller

 

6. Juni 2012

Die zweite Trendstudie des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG SSR zur Abstimmung vom 17. Juni ist erschienen. Wäre bereits Ende Mai 2012 abgestimmt worden, hätte eine Mehrheit die "Managed-Care-Vorlage" abgelehnt. Mehrheitlich verworfen worden wäre auch die Volksinitiative "Staatsverträge vors Volk".

Claude Longchamp, Martina Imfeld, Stehan Tschöpe, Sarah Deller

> weitere Angaben finden sich im Methodensteckbrief (pdf)


 

31. Mai 2012

gfs.bern hat im Auftrag der economiesuisse eine Umfrage zur Bonussteuer realisiert, die in der NZZ publiziert wurde: Link zum Artikel vom 31.5.2012. Wäre bereits im April über die Initiative "Gegen die Abzockerei" und ihren direkten Gegenvorschlag abgestimmt worden, hätten absolute Mehrheiten beide Vorlagen angenommen.

Urs Bieri, Claude Longchamp, Jonas Ph. Kocher, Stephan Tschöpe, Sarah Deller

> Weitere Angaben finden sich im Methodensteckbrief (pdf)

 

11. Mai 2012

Wäre bereits anfangs Mai über die drei eidgenössischen Vorlagen vm 17. Juni 2012 abgestimmt worden, hätte eine relative Mehrheit die "Managed-Care"-Vorlage abgelehnt. Die "Bauspar"- und die "Staatsvertrags"-Initiative hätten beide keine Zustimmungsmehrheit gehabt. Die Beteiligungsabsicht wäre mit 36 Prozent unterdurchschnittlich gewesen.

Claude Longchamp, Martina Imfeld, Stephan Tschöpe, Meike Müller, Sarah Deller

 > Link zum Methodensteckbrief (pdf)